Im Haus St. Johannes wurde angrenzend an die beschützende Abteilung eine
offene Abteilung mit 14 Plätzen in sieben Doppelzimmern geschaffen.
Es bleiben weiterhin 28 Plätze in der beschützenden Abteilung, die lediglich
durch eine verschlossene Tür von der offenen Abteilung getrennt ist, bestehen.
Durch die Nähe der Abteilungen kann weiterhin ein engmaschiger Kontakt zwischen
Menschen, die in der beschützenden Abteilung Beziehungen geknüpft haben
(Bewohner, Angehörige, Ehrenamtliche, Personal) bestehen bleiben. Der Umzug von
der beschützenden in die offene Abteilung ist für den Betroffenen, der
ansonsten in eine andere Einrichtung umziehen oder in ein Krankenhaus verlegt
werden müsste, eine vergleichbar geringere Belastung, auch die Kontinuität der
Betreuung durch pflegende und therapierende Personen bleibt erhalten.
Durch die enge Kooperation mit den Fachabteilungen des Krankenhauses,
insbesondere der Inneren Abteilung, werden belastende Krankenhauseinweisungen zu
einem großen Teil vermieden werden können.
In die offene Abteilung können altesverwirrte Menschen, die aufgrund einer
Zunahme der körperlichen Pflegebedürftigkeit nicht mehr beschützend
untergebracht werden müssen, aufgenommen werden.
Vor allem können aber auch entlassene Patienten des Krankenhauses zur
Kurzzeitpflege und Übergangspflege aufgenommen werden.
Durch die Einführung der Fallpauschalen kommt es häufig zu einer Verkürzung
der Verweildauer in der Klinik. Dies hat zur Folge, dass es vermehrt zu
Entlassungen von Patienten mit einem erhöhten Hilfebedarf hinsichtlich
pflegerischer, medizinischer, hauswirtschaftlicher und psychosozialer Aspekte
kommt. Durch eine Krankenhausnachsorgebehandlung im Rahmen der Übergangspflege
können Härten, die sich durch einen temporären Hilfebedarf ergeben, gemildert
werden. Ziel ist auch den Umgang mit verschiedenen Hilfsmitteln, wie Rollstuhl,
Prothesen, etc. unter Anleitung zu erlernen sowie eine Stabilisierung und
Verbesserung der Pflege zu Hause zu ermöglichen. Hier ist die Vernetzung der
Pflegeeinrichtung mit den medizinischen und therapeutischen Einrichtungen des
Krankenhauses, wie der Physiotherapiepraxis ein Garant für eine integrierte,
kontinuierlich gute Weiterbehandlung und Versorgung.